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3 Fragen an… Universitätsarchivar Mario Puhane

Welche Bedeutung hat das IWZ innerhalb der Geschichte der Universität Passau?

Beim städtebaulichen Ideenwettbewerb für den neuen Campus von 1976 stand von Anfang an auf dem Programm, das neue Universitätsareal an die vorhandene Passauer Altstadt und die Fußgängerzone anzudocken. Die zu eröffnende Universität sollte wortwörtlich über den Eingang des Nikolaklosters fußläufig erreichbar sein. Daher hat sich in den folgenden Jahrzehnten der heutige Campus zwischen der Innstraße und dem Inn flussaufwärts entwickelt. Mit dem IWZ wächst jetzt zum einen die Universität in die Stadt hinein, zum anderen wird ein neues städtebauliches Entrée geschaffen und die Passauer Hochschule wird somit im Stadtbild erkennbarer. Das IWZ kann damit in der Stadtsilhouette zum sichtbaren Synonym für die moderne Universität werden.

Gab es in Ihren Augen innerhalb der Campusgeschichte bisher etwas vergleichbar Wichtiges, das den Campus in ähnlicher Art bereichert hat?

Vergleicht man allgemein die Campusgeschichte mit der vorausgehenden Hochschulgeschichte, dann war einerseits der Wechsel des Ortes der Hochschulbildung ab 1978 aus der Altstadt (früheres Jesuitenviertel) heraus an die Peripherie des heutigen Campus ein erster großer Schritt. Betrachtet man nun andererseits den modernen Campus im Speziellen, dann war natürlich die sich über lange Jahre erstreckende Errichtung des Sportzentrums ein vielleicht vergleichbarer Schritt hin zu einer vielseitig aufgestellten Universität mit den Sportmöglichkeiten für Lehrkräftebildung und für den allgemeinen Hochschulsport für Studierende und Mitglieder der Unifamilie vor Ort. Der Bau des Sportzentrums wurde damals ähnlich stark diskutiert und war in der Öffentlichkeit ebenso präsent, da zuvor bekanntlich das „Studentendorf Ghetto“ abgerissen werden musste. Dieser „Ghetto-Abriss“ wurde vielschichtig und kontrovers mit reger Beteiligung der Stadtbevölkerung diskutiert und von den Medien begleitet.

Sie geben regelmäßig Führungen über den Campus. Was ist dabei Ihr Lieblingsort und könnte das IWZ vielleicht auch irgendwann ein solcher für Sie werden?

Aller guten Dinge könnten hier in Zukunft Drei sein. Aktuell gibt es zwei Lieblingsorte auf dem Campus: 

1. Die Wegkreuzung vor dem Audimax-Gebäude: Hier kann man den landschaftlich gestalteten Campus mit dem kleinen Taleinschnitt unterhalb der Mensaterrasse, die historischen Gebäude des Gasthauses „Grünes Tal“ und die moderne Campusarchitektur (Audimax-Gebäude, Zentrum für Medien und Kommunikation oder das Gebäude Informatik und Mathematik), also Natur, Altes und Neues, in einem Rundblick erkennen.

2. Die Aussichtsplattform Philosophicum: Der Blick schweift vom Universitätscampus entlang des über 950 Jahre alten Nikolaklosters, über die Innwiese und die Innsteg-Aula in Richtung der alten Mitte Passaus und den dort dominierenden Gebäuden Dom St. Stephan, die Kirchtürme der Studienkirche St. Michael (Jesuitenviertel) und die Veste Oberhaus, welche über ganz Passau wacht.

3. Und in Zukunft könnte das Panorama-Fenster des modernen Foyers vor dem großen Hörsaal mit Blick auf Passau (Neue Mitte und Altstadt) oberhalb des Klostergartens ein weiterer Lieblingsort werden. Von hier aus ist der gemeinsame und permanente Dialog von Stadt und Universität sicht- und sogar spürbar.

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