Hörsaal Spitzberg
Nicola Jacobi

Nicola Jacobi

Hörsaal mit Musik

Peter Riepl, Architekt des neuen Wissenschaftszentrum der Universität Passau am Spitzberg, spricht über die Ideen, die hinter den Entwürfen zum IWZ stehen: Es geht um Licht, um Platz, um einen Hörsaal mit konzertanter Nutzung, um nachhaltiges Bauen, um die Stellung des neuen Gebäudes im Stadtensemble und um Vieles mehr.

Mit der Erweiterung des Universitätsgebäudes, brachte die Stadt Passau auch die langersehnte Konzerthalle als Bedingung zum Bau ein. So kann Passau seinen Festspielcharakter ausweiten und stärken. Ziel war nun also einen multifunktionalen Gebäudekomplex zu konzipieren, der sowohl universitäre Einrichtungen, Büroflächen, aber auch Begegnungsräume und eine Cafeteria beherbergen sollte. Der ausgeschriebene Bereich, auf dem das Internationale Wissenschaftszentrum der Universität gebaut werden sollte grenzt im Süden an das Nikola Kloster und im Osten an die neue Mitte, den Exerzierplatz an. Dieser wird also in einer vielschichtigen Umgebung, zwischen Denkmal und Moderne seinen Platz erhalten. 

Das Spitzbergprojekt – Mehr als eine Universitätserweiterung

Wussten Sie, dass Passau auch Festspielstadt ist? Tatsächlich gibt es mit den Europäischen Wochen seit 1952 jährliche Festspiele. Was jedoch bislang fehlt, ist ein akustisch hochwertiges Konzert- und Kulturhaus. Als Mitte der 2010er Jahre die Planungen für eine Erweiterung der Universität auf dem Spitzberggelände aufgenommen wurden, entschied man sich für einen Kombinationsbau, der sowohl als Erweiterung der Universität, als auch als Konzertsaal genutzt werden wird.

Der kompakte und feingliedrige Baukörper sticht beim Linzer Entwurf von Riepl & Riepl klar ins Auge. Dieser spannt einen zentralen Platz zwischen der Universität und der Passauer Innenstadt auf. Die Hanglage wird perfekt in den Entwurf integriert. So wie der Hang, erhebt sich auch das Gebäude vom Exerzierplatz zur Löwenbrauerei, wodurch sich der Korpus ideal an die topografischen Gegebenheiten anpasst. Die 23 m hohe verglaste Fassade schafft eine angenehme Belichtung der Innenräume und des großzügigen Foyers. Im zweiten Obergeschoss befindet sich eine Terrasse, von welcher aus man einen attraktiven Blick über die Stadt genießen kann, sowie der konzerttaugliche Hörsaal. Dieser erstreckt bis in das Obergeschoss für eine besonders gute räumliche Akustik.

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